Heute schrieb ich einen Brief
in die Straße, dies nicht gibt,
an das Haus, das niemals stand,
in ein nicht vorhandnes Land.
Schrieb hinein: Wie geht es dir?
unsre Träume sind noch hier,
in der Truhe die wir fanden
und die wir mit Ketten banden.
Komm vorbei und schau dir an,
was ich nicht erklären kann.
Um die Truhe wächst das Dunkel,
wie ein Schimmel, wie Furunkel.
Und es macht mir Angst und Bang,
dass ich sie kaum hören kann.
Statt der Träume wilder Schrei
zieht ein Totenduft vorbei.
Denkst du nicht, es ist genug?
Dass die Uhr längst Zwölfe schlug?
dass es nicht doch besser ist,
wenn man voller Träume ist?
Komm und lass sie wieder frei!
Sonst ist unsre Zeit vorbei.
Nimm die Fäulnis nicht inkauf!
Schatten! Schließ die Truhe auf!
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